Abgeschickt von Daniela Endemann am 23 November, 2007 um 15:39:22
Die Geschichte von Aaron
Am Montag auf Dienstag Nacht letzter Woche hatte Aaron plötzlich Schwierigkeiten aufzustehen, war ab und an schon, danach wieder ins Körbchen und gut war es...
nur dieses mal nicht ..
Am Morgen ging nichts mehr, er konnte nicht mehr Aufstehen und schrie..
Sofort zum Tierarzt, dieser Röntgenbild und verdacht auf Bandscheibenvorfall im Lendenwirbel..
Darauf hin sofort nach Luzern in eine Spezialklinik in der Ein Neurologe (ein top Arzt) Belegarzt ist..
Wir mussten warten bis Abends..
über den Tag wurde es immer schlechter Aaron lag nur noch da hatte Schmerzen trotz Infusion und Tabletten und die Lähmung betraf den ganzen Körper..
Abends Untersuchung mit Kontrastmittel ... und tatsächlich, Bandscheibenvorfall im letzten Halswirbel mit kompletter Quetschung der Nerven...
Darauf musste ich mich sofort entscheiden OP oder nicht ...
Keine Zeit für Erklärungen oder was kommt auf den Hund danach zu...
Bei einer Chance von 80% war es keine Frage also OP...
Alles sehr gut verlaufen, nur schrie er dort schon vor Schmerzen... kein wunder nach der OP..
Nachts musste ich Ihn alleine lassen ... Am nächsten Morgen gleich wieder hin und es sah sehr gut aus.. Er konnte sich sogar mit Kitzeln der Hinterläufe auf den Beinen halten ..die Vorderläufe waren noch steif..
Beim Besuch am Abend, ich bin kurz nach Hause gefahren um meine Sohn zu holen..
Grosses Hallo und Schwanzwedeln im liegen.. auch war da noch Kampfgeist in den Augen zu sehen...
Von Mittwoch auf Donnerstag musste ich ihn wieder in der Klinik lassen .. Infusionen und Medikamente..
Am Donnerstag dann der Grosse Schock..
da lag nur noch ein Häufchen Elend, keine Freude erst nach langem streicheln und gutem zureden kam eine Reaktion...darauf hin habe ich Ihn in mein Auto gelegt .. dort fühlte er sich immer wohl hatte Ruhe und die Infusionen konnten dort weiterlaufen...
über den Tag wurde es auch wieder etwas besser..
Am Abend nahm ich ihn mit nach Hause .. genügend Medikamente bekam er ja um Schmerzfrei zu sein, incl. Morphium hoch dossiert..
Die folgende Nacht war die Hölle..
ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen Hund so Schreien gehört.. nichts half ihn zu beruhigen.. was er von mir wollte wusste ich am Montag Abend..
Freitag früh wieder in die Klinik, aufgrund der Schmerzen Verdacht auf Schmerzen durch nachträgliche Veränderungen an den Halswirbeln..
Nachuntersuchung am Freitag Mittag.. Wobei für mich da schon klar war eine weitere OP käme für mich nie in Frage..
Nach der Untersuchung der Befund alles OK..
Darauf hin er bleibt über das WE in der Klinik und ich fahre nicht mehr hin damit er sich erholt und zur Ruhe kommt.. Allerdings tägliches Telefonat mit Rücksprache..
Allerdings keine Besserung in Sicht alles würde sehr lange dauern sagte man mir.. Auch kämen auf uns Aaron und mich noch viele Wochen Arbeit zu.. Laufen würde er wahrscheinlich erst sehr spät.. Wobei man sich nicht sicher sein kann wie viel Nerven geschädigt seien....
Das Wochenende ohne Ihn war die Hölle , ich habe Ihn noch bei uns bis Sonntag schreien gehört..
WOMIT HATTE ER DAS VERDIENT?????
AM Montag war für mich klar, er ist ein wundervoller immer und ewig treuer Begleiter gewesen...
Wenn ich am Dienstag gewusst hätte was es für Ihn bedeuten würde diese OP hätte ich nicht zugestimmt und ihn in FRIEDEN gehen lassen..
Ohne zu kämpfen und dieses alles noch zu erleben..
Also werde ich noch mal testen ob er noch Lebenswille hat oder nicht und nur wenn es wirklich besser ist.. das heisst für mich, in den Augen ist ein schimmern und er versucht etwas zu bewegen dann werde ich weiter machen..
Als wir am Montag dann dort ankamen , war es ein Bild des Schreckens..
Er lag da , konnte weder Bellen noch heulen, so heisser war er..
den Kopf konnte er nicht mehr heben und die Steifheit der Glieder war auch noch vorhanden, er lag da durchnässt von seinem Urin.. was für Ihn immer die Hölle war.. konnte nicht weg es war noch gelähmt..
Da war für mich klar
NEIN das kann und darf ich ihm nicht antun.. er leckte mein Gesicht meine Tränen und die Augen flehten mich an erlösen mich BITTE.. Lass es ein Ende haben , für mich...
Darauf hin habe ich der Ärztin gesagt , ICH möchte ihn gehen lassen , er soll endlich RUHE und keine Schmerzen mehr haben .. alles andere ist kein LEBEN!
Sein Kopf lag in meinen Händen leckte dauernd mein Gesicht meine Hände ...
Als wollte er sagen alles wird gut , es ist meine Zeit zu gehen...
Lass mich über die Regenbogenbrücke gehen und wieder fit und fröhlich mit meinen anderen Freunden spielen, Mäuschen suchen und glücklich sein..
Es weiss glaube ich kaum ein Mensch wie schwer es ist loszulassen ausser er musste schon durch solche Gefühle..
ein treuer Freund der einen sein Leben lang immer begleitet hat..
Egal ob Hoch oder tief er war immer da lies sich nie Hängen und hatte immer Kampfgeist..
In meinen Händen ist er dann ganz schnell und friedlich eingeschlafen...
er wollte gehen .. nur habe ich es am Donnerstag noch nicht verstanden..
Nun hat er seinen Frieden gefunden ,.
Heute wäre er 10 Jahre geworden..
Es tut wahnsinnig weh, gerade bei ihm der mich 24 Stunden am Tag begleitet hat durch alle Hochs und Tiefs des Lebens.. Er hat mich nie im Stich gelassen.. Egal was auch kam..
Seinen Platz wird und kann niemals wieder ein Hund einnehmen..
Für mich ist jedoch eines klar, wenn es Zeit ist zum gehen sollten wir nicht Gott spielen nur weil wir es vielleicht nicht verkraften alleine zurück zu bleiben..
Kein Tier der Welt hat es verdient so zu leiden…
Ich wünsche von Herzen das niemand etwas solches durchmachen muss..
Weder Tier noch Mensch.. Das darf nicht sein..
Nun schliesse ich dieses Kapitel, zurück bleibt eine sehr grosse Leere,
aber viele wundervolle Erinnerungen und eine grosse Dankbarkeit….